Quereinstieg – der letzte Weg ins Medizinstudium?
Gerade im Bereich Medizin ist es schwer, einen Studienplatz zu bekommen. Auch wenn man sich in ganz Deutschland bewirbt kann es trotz guter Noten sein, dass man keine Zusage erhält. Viele versuchen daher einen Quereinstieg ins Medizinstudium. Aber kann das wirklich funktionieren?
Ein Quereinstieg Medizin bedeutet, dass man ein Studium beginnt, dass dem der Medizin sehr ähnlich ist und dann nach einem oder zwei Semestern in seinen ursprünglich gewünschten Studiengang wechselt. Die Probleme, die dieser Ansatz beinhaltet, liegen auf der Hand.
Erstens muss man ein Ersatzstudium finden, das genug Stoff mit der Medizin teilt, damit der Wechsel in die Medizin tatsächlich erfolgen kann. Das ist gar nicht so leicht, wie es sich anhört und da das Ersatzstudium so natürlich auch im Bereich der Medizin liegt, muss man sich auch hier auf einen hohen NC und die Gefahr, nicht angenommen zu werden, einstellen. Zweitens muss man auch dann wenn man das richtige Ersatzstudium findet damit rechnen, erst einmal knapp zwei Semester etwas zu studieren, das man eigentlich gar nicht studieren will. Drittens sei noch darauf hingewiesen, dass sich die Universitäten genau darüber bewusst sind, dass Viele den Quereinstieg Medizin von langer Hand planen. Daher haben sie in den letzten Jahren viele Schlupflöcher geschlossen und machen so den Quereinstieg noch schwerer.
Ein Quereinstieg Medizin ist also nicht einfach und wenn es nicht klappt studiert man ein Fach, das man gar nicht wollte. Wer auf der Suche nach einer guten Alternative zum Quereinstieg Medizin ist, sollte sich einmal zum Thema Studienplatzklage informieren. Eine Studienplatzklage ist zwar auch keine Garantie auf den ersehnten Studienplatz, aber zumindest läuft man hier nicht Gefahr, ein ungewolltest Studium zu beginnen. Bei einer Studienplatzklage kann man mit völlig legalen Mitteln einen Studienplatz erwirken, auch wenn man schon abgelehnt wurde. Das beruht auf der Tatsache, dass Universitäten dazu verpflichtet sind, so viele Studienplätze wie möglich auszuschreiben. Dazu werden jedes Semester Berechnungen angestellt. Diese werden bei einer Studienplatzklage überprüft und stellt sich dabei heraus, dass die Universität doch noch mehr Plätze anbieten kann, werden diese verteilt. So erhält man mit einer Studienplatzklage vielleicht doch noch einen Studienplatz im gewünschten Fach.
Egal ob Quereinstieg Medizin oder Studienplatzklage: ein sicherer Weg ins Studium ist keines von beidem. Allerdings bieten diese Möglichkeiten allen, die ihren Traum vom Medizinstudium um jeden Preis wahr machen wollen, zwei weitere Chancen.
