Ulrich Wickert über Werte
Von alters her gibt es überlieferte Tugenden, die im modernen Sprachgebrauch veraltet scheinen, doch die Inhalte sind nach wie vor von Bedeutung. So gibt es die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe und die vier weltlichen: Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.
Die wichtigste Tugend unter ihnen ist die Liebe, sowohl die Liebe zu sich selbst als auch die Nächstenliebe, in der alle anderen Tugenden begründet sind. Denn die Freiheit des einzelnen hört bekanntlich dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt. Dies erfordert Respekt und verantwortungsvolles Handeln. Die Tugenden sind auch mit dem Begriff „Werte“ gleichzusetzen.
Wirtschaftsunternehmen bekennen sich neuerdings wieder zu Werten als Grundlage ihrer Philosophie. Prominente wie z. B. Fernsehmoderator und Autor Ulrich Wickert machen durch Vorträge und Bücher auf die Tugenden wie Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz und Wahrhaftigkeit aufmerksam. Er spricht davon, was es bedeutet, wenn die Werte verloren gehen und betont, dass jede Generation selbst festlegen sollte, was sie unter diesen Werten versteht.
Genossenschaftliche Banken bzw. Finanzgruppen greifen das Solidaritätsprinzip auf, das ihr Fundament darstellt. Sie arbeiten mit Spezialinstituten zusammen, um dem Kunden die bestmöglichste Lösung anzubieten, die er braucht, und unterstreichen dies mit Aussagen von Ulrich Wickert. Für den Autor ist Solidarität eine Form der Brüderlichkeit, die der Gesellschaft den meisten Sinn gibt.
Auch die Verantwortung für den Bankkunden ist ein Wert, der prinzipiell im Genossenschaftsgesetz geregelt ist. Der Finanzberater muss den Kunden- nutzen unterstützen und nicht in erste Linie die Vorteile für die Bank sehen. „Die Gewinnmaximierung ist zwar eine Wirtschaftstugend“, sagt der Autor, aber auch gleichzusetzten mit der Habgier, die eine Untugend darstellt.
Nach der schweren Finanzkrise soll das Vertrauen der Kunden in die Banken allgemein wieder gestärkt werden. Dies ist jedoch nur zu schaffen, wenn die Unternehmen sich auf die ideellen Werte besinnen und danach handeln. So sollen „Werte wieder Werte schaffen“, wobei die Solidarität Sicherheit verschafft, die Gemeinsamkeit Stärke, die Partnerschaftlichkeit Vertrauen, der Respekt Fairness und die Verantwortung letztlich den Erfolg.
Damit diese Werte nicht nur äußere Hülle sind, ist es wichtig nach diesen Prinzipien zu leben und diese in die Tat umzusetzen. Ulrich Wickert hat dies getan und eine Stiftung ins Leben gerufen, die sich dafür einsetzt, dass die Rechte der Kinder weltweit gewahrt werden.
Tags: Gesellschaft, Stiftung, Werte und Normen
